Kleiner Kirchenführer St. Peter und Paul Grünwald

Unbeflecktes Herz Mariae
Kapelle im Altenheim der Schwesternschaft München des Bayerischen Roten Kreuzes
Auf der Eierwiese 26

Altar in der Kapelle „Unbeflecktes Herz Mariae“
Altar in der Kapelle „Unbeflecktes Herz Mariae“
In der Woche vor Pfingsten 1947 war die kriegsbedingte Wanderschaft der pensionierten ausgebombten und wiederholt vertriebenen Rotkreuzschwestern zu Ende. Sie erhielten das damals der NSDAP gehörende und von dem Reichsschatzmeister Josef Schwarz bewohnte Anwesen „Auf der Eierwiese 26“ als bleibenden Ruhesitz.

Die Oberin, Schwester Samaritana Haid, ließ noch im gleichen Jahr provisorisch eine Hauskapelle für die alten Schwestern einrichten, deren Weihe der Stadtpfarrer von Herz Jesu in München, Prälat Georg Niggl, am 20 Dezember 1947 vornahm. Die Weihe des Altares erfolgte am 7 Juni 1949 durch Weihbischof Johannes Neuhäusler. Die Kapelle wurde umgebaut und vergrößtert und am 23. Januar 1954 durch Erzbischof Dr. Josepf Kardinal Wendel geweiht.

Bald zeigte sich, dass auch diese im Dachgeschoß des Hauses untergebrachte Hauskapelle den Erfordernissen der dortigen Opfergemeinde nicht genügt. Wieder war es die Oberin, Schwester Samaritana Haid, die es bewerkstelligte, dass ein Neubau erfolgte. Architekt war Hubert Michel aus München. Der moderne Rundbau wird eingefasst von einem sakralen Bezirk im Freien und weist neben dem Altarvorraum eine Beichtkapelle, die Sakristei und eine Totenkapelle auf. Durch die lichten Oberfenster schaut der Himmel direkt in das Kircheninnere.

Die Einweihung der neuen Kapelle – ebenfalls auf den Titel „Unbeflecktes Herz Mariae“ – erfolgte am 17. Juni 1967 durch den Erzbischof Dr. Julius Kardinal Döpfner. Sie war die Krönung des Lebenswerkes von Oberin Samaritana Haid. Sie hatte auch persönlich den Altar gestiftet.

„Zeichen und Zeugen des christlichen Glaubens in Grünwald“
Ein Beitrag zur Grünwalder Heimatkunde
Max Ernst und Heinz Greß, 1998

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